Liebespfeil
Pfeil8

Alle Rechte an diesen Foto beim Fotografen  K.P. Leonhardt

Der Liebespfeil der Weinbergschnecke ist eine Art Stiletto, nadelspitz und mit vier schneidenden Kanten versehen. Das Ganze ist mit dem Ur-Gleitmittel “Schleim” umhüllt. Dieser enthält Hormone, die dafür sorgen, daß das bei einer gelungenen Paarung übergebene Samenpaket vom Partner nicht einfach “verdaut”, sondern ordnungsgemäß zur Befruchtung der Eier gelangt. Das ist der aktuelle Stand der Forschung, und damit soll den zahlreichen Spekulationen über Sinn und Zweck des Liebespfeiles ein Ende gemacht werden.

Wer Weinbergschnecken beim Liebesakt beobachtet und genügend Zeit und Geduld aufbringt (24 Stunden und länger), kommt aus dem Staunen nicht heraus. Anders als die meisten Tiere, und dadurch dem Menschen ähnlich, praktizieren die Weinbergschnecken den Liebesakt wesentlich häufiger, als es zur Fortpflanzung eigentlich nötig wäre. Genau genommen immer dann, wenn sie gerade nicht sehr hungrig sind und die Witterung es erlaubt. Man kann sie als ausgesprochen sinnesfreudig bezeichnen. Das Sexualleben der Weinbergschnecken ist zärtlich, behutsam und gleichzeitig nach normalen menschlichen Maßstäben erstaunlich. So auch die Sache mit dem Liebespfeil. Er verursacht nämlich bei der getroffenen Schnecke eine deutlich erkennbare aphrodisierende Wirkung. 

Nicht immer kommt es zum Einsatz des Liebespfeiles, denn es braucht einige Tage, bis ein neuer Pfeil produziert ist, während die Liebeslust der Weinberschnecken sich schon am Tag danach wieder bemerkbar machen kann.

Auf dem hier gezeigten Foto links, am trichterförmigen “Griff” dieses Instruments, setzt die Vorrichtung an, mit der der Pfeil “abgeschossen” wird. In Wirklichkeit wird aber nicht “geschossen” sondern langsam “hydraulisch gedrückt”.

Wenn man sich vor Augen hält, wie technisch logisch dieses System konstruiert ist, dann wird einem bewußt, daß so etwas nicht durch zufällige Fehler (Mutationen) beim Kopieren der Programm-Vorlage (DNS) entstehen kann.

Die gesamte Darwinsche Evolutions-Theorie basiert auf dem Prinzip der natürlichen Auslese: Wenn eine Mutation einen Überlebensvorteil bringt, sichert er deren Nachkommenschaft.  Durch die bereits Milliarden von Jahren andauernde Kette von “Kopierfehlern” sollen alle Lebewesen aus einer Ur-DNA entstanden sein?

Da muß doch irgendwo ein Denkfehler sein. Vermutlich kommt er daher, daß wir diesen Film “Evolutuion” immer nur im “Zeitraffer” sehen. Die wirklich entscheidenden Details der Handlung könnte man aber nur in der “Zeitlupe” sehen. Wenn das gelingt, wird die Evolutionstheorie umgeschrieben werden müssen.  

Schon allein das “System Liebespfeil” ist im genetischen Code zur Herstellung einer Weinbergschnecke ein komplexes Unterprogramm. Wenn der Liebespfeil für die Weinbergschnecken einen Überlebensvorteil darstellt, so müßte das komplette Unterprogramm das Resultat eines einzigen, ursprünglichen “Kopierfehlers” sein!

Das ist undenkbar, denn das “System Liebespfeil” ist viel zu komplex, um durch einen Kopierfehler entstanden zu sein. Es enthält selbst wieder viele Unterprogramme, so z.B. eines, das den Pfeilsack herstellt, ein anderes, das in dem Pfeilsack die Herstellung des Pfeils (durch genauestens gesteuerte Kristallisation von Kalk) bewerkstelligt usw. und so fort. Das muß man mal versuchen, bis ins letzte Detail zu Ende denken! Dann merkt man, daß es derart kompliziert ist, daß es nicht per Zufall entstanden sein kann (ich höre im Geist die Aufschreie der Darwinisten). Es kann aber auch unmöglich als Ergebnis von zahlosen Einzelschritten (also einer Kette von Kopierfehlern) entstanden sein, denn erst wenn die Ausprägung des “Kopierfehlers” (also das Fleisch gewordene Programm) dem Individuum einen Überlebensvorteil bringt, kann es die dafür verantwortlichen Gene erfolgreich vererben.

Jede Mutation, die keinen Vorteil bringt (also eine “unfertige” wie z.B. ein Pfeilsack ohne Pfeile) ist nur eine nutzlose Vergeudung und daher ein Überlebensnachteil, was die Weitervererbung erschwert oder gar verhindert. Na, geht da nicht langsam ein Licht auf? Die Katze beißt sich in den eigenen Schwanz. Logischerweise kann die Wirkung nicht vor der Ursache kommen, also kann die Wirkung nicht die Ursache ihrer selbst herbeiführen. Genauso wird aber immer noch Darwin interpretiert und gelehrt.

Die Erklärung der Evolution mit Hilfe von Mutationen ist viel zu einfach. Das ist in etwa so, wie wenn beim Kopieren einer Computerspiel-CD (Beispiel Star Wars) ein Kopierfehler auftritt und das Programm anstatt nun überhaupt nicht mehr zu funktionieren, plötzlich eine voll funktionsfähige neue komplexe Funktion (z.B. ein neues Waffensystem) enthält.  Das wird nie und nimmer passieren, selbst wenn die CD milliardenfach bis ans Ende der Zeit kopiert würde.

Wenn aber der Programmierer des Programms den Quellcode zielgerichtet verändert, so ist ruck-zuck eine verbesserte Version verfügbar. Wenn dieses Programm auch wieder ausgebaut wird, dann entsteht recht bald eine Vielfalt von Programmen mit unteschiedlichsten Funktionen. Ähnlichkeiten sind oft schon direkt sichtbar und es kann sogar nachgewiesen werden, daß große Teile des Programms B auch im Prgramm A vorkommen. Genau so sieht nämlich auch alles Leben auf diesem (und möglicherweise anderen) Planeten aus.

Der genetische Code des Menschen ist zu 95% identisch mit dem der Schimpansen.

Die moderne Wissenschaft behauptet, daß sich die Entstehung und Weiterentwicklung (Evolution) des Lebens auch ohne Gott erklären läßt. Sie stößt aber überall an Grenzen, wo kein wissenschaftlicher Beweis einer Theorie  möglich ist und wo so mancher Wissenschaftler anfängt, an Gott zu glauben.

Es sieht sogar so aus, als wäre es eher möglich, die Existenz als die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen. Für mich persönlich ist jedes einzelne Lebewesen eigentlich schon Beweis genug. Ich wage sogar zu behaupten, daß man mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung einen mathematischen Beweis für die Existenz eines Schöpfers finden kann. Meine Behauptung lautet:

Es ist vollkommen unmöglich, daß das erste DNA-Molekül durch Zufall entstehen konnte!

 

Es gibt also einen Schöpfer, und es gibt Fragen, auf die es keine Antwort geben kann, z.B. “Wer hat den Schöpfer erschaffen oder was war vor dem Ur-Knall”

Der Schöpfer, den ich meine, ist allerdings ist nicht der “Liebe Gott”, wie er mir in der Kindheit nahegebracht wurde, und es ist auch  keiner der Götter der großen Weltreligionen oder der Antike. Dieser Gott ist kein Wesen, sondern ES ist etwas, das in allen Wesen vorhanden ist. Vor diesem Schöpfer gibt es keine Gnade, außer der Gnade der eigenen Existenz. Diese gibt uns  die Möglichkeit, die Schöpfung als solche zu erkennen, zu bewundern und sich des Lebens zu erfreuen.

Die Weinbergschnecken zeigen uns wie kaum ein anderes Lebewesen, wie man das Leben und den eigenen Körper genießen kann.

Es würde mich sehr interessieren, wie die wenigen Besucher, die so viel Zeit und Ausdauer haben, um an diese Stelle zu kommen, über das Thema Schöpfung und Schöpfer denken.

Jede e-mail-Nachricht  wird beantwortet.

Im voraus vielen Dank

K. Peter Leonhardt

Mai 2003